Pro Panoramafreiheit

Für das Recht auf freie Fotografie
Das Bild zeigt die Zeche Zollverein in Essen. Das Foto wurde vom DJV-Einsatzkommando straßenseitig aufgenommen, ohne Einsatz von Leitern oder Enterhaken, und erfüllt damit den Tatbestand des § 59 Urheberrechtsgesetzes. Essen ist dem Vernehmen nach Teil der Kulturhauptstadt 2010, möchte aber Geld, wenn Fotografen das Thema für sich als interessant entdecken.

DJV - Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Deutscher Kulturrat macht Druck gegen Panoramafreiheit - in wessen Namen?

Von Redaktion • 17.05.08 • Thema: News

Der Deutsche Kulturrat fährt aktuell eine massive Kampagne gegen die Panoramafreiheit. Dabei weist er stolz auf folgenden Lobby-Erfolg hin: “Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat in der aktuellen Ausgabe von politik und kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, geschrieben, dass sie sich dieser Empfehlung noch in dieser Legislaturperiode annehmen will.” Die ausführliche Pressemitteilung des Kulturrats findet sich hier. Allen denjenigen, die sich für die Panoramafreiheit einsetzen, ist zu empfehlen, sich mit der Justizministerin in Verbindung zu setzen. Interessierte Privatpersonen, Unternehmen, Verbände und Institutionen können sich an den DJV, Referat Bildjournalisten (siehe Impressum) wenden. Personen, die in Verbänden Mitglied sind, die ihrerseits Mitglied im Deutschen Kulturrat sind (z.B. Mitglieder von ver.di) ist zu empfehlen, bei ihren eigenen Verbänden Druck zu machen, um den Deutschen Kulturrat zu stoppen.

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2 Kommentare (letzte zuerst) »

  1. […] Der Deutsche Journalistenverband (DJV) sieht die Pressefreiheit und die Panoramafreiheit (DJV) in Gefahr und möchte gegen dieses Urteil vorgehen. Auch deshalb weil eine Enquetekommission mit dem wohlklingenden Namen “Kultur in Deutschland” die seit 1907 in Deutschland geltende Panoramafreiheit (Wikipedia) massiv einschränken möchte. Der DJV sieht dadurch auch die Existenz freier Fotografen gefährdet, wenn dieses Urteil in Deutschland Schule machen sollte. Der Deutsche Journalistenverband fragt zu Recht “In wessen Namen?” […]

  2. Bestimmte Objekte nicht fotografieren zu dürfen, erinnert mich sehr stark an Praktiken der DDR. Wohin Reglementierung und Freiheitsbeschränkung der Menschen dort führten, konnte man an den Ereignissen der Jahre 1989/90 sehen.

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