Pro Panoramafreiheit

Für das Recht auf freie Fotografie
Das Bild zeigt die Zeche Zollverein in Essen. Das Foto wurde vom DJV-Einsatzkommando straßenseitig aufgenommen, ohne Einsatz von Leitern oder Enterhaken, und erfüllt damit den Tatbestand des § 59 Urheberrechtsgesetzes. Essen ist dem Vernehmen nach Teil der Kulturhauptstadt 2010, möchte aber Geld, wenn Fotografen das Thema für sich als interessant entdecken.

DJV - Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Panoramafreiheit in Gefahr

Von Redaktion • 30.04.08 • Thema: TOP-THEMA

Im Bericht der Enquetekommission „Kultur in Deutschland“ wird dem Gesetzgeber die Einschränkung der Panoramafreiheit empfohlen, die in § 59 des Urhebergesetzes geregelt ist.

„3. Die Enquete-Kommission empfiehlt dem Deutschen Bundestag, in § 59 Absatz 1 Urhebergesetz eine Vergütungspflicht für die Abbildung von Werken – ausgenommen Bauwerken – im öffentlichen Raum einzuführen, die dann eintritt, wenn die Abbildung gewerblich verwertet wird und die Darstellungsabsicht sich auf das jeweilige Werk richtet.“ (Seite 265)

Der § 59 Urhebergesetz erlaubt es beispielsweise Fotografen, Fotografien von Häusern, Denkmälern oder Kunstwerken im öffentlichen Raum ohne Erlaubnis und Vergütung anzufertigen und zu veröffentlichen. Durch ihn ist es auch möglich, Internet-Fotogalerien, Filme, Bildbände, Kalender oder Postkarten über Architektur oder öffentliche Plätze und Gedenkstätten zu vertreiben, ohne hierfür Restriktionen (Erlaubnis- oder Vergütungspflicht) unterworfen zu sein.

§ 59 Werke an öffentlichen Plätzen

(1) Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht.

(2) Die Vervielfältigungen dürfen nicht an einem Bauwerk vorgenommen werden.

Begründung und Hintergrund der Empfehlung

Die Enquetekommission begründet ihre Empfehlung trotz ihrer enormen Bedeutung für die Medien, die Verlagswirtschaft und auch die Fotografen selbst nur äußerst kurz:

„Vergütungspflicht für Kunstwerke im öffentlichen Raum

Für gewerbliche Abbildungen von Kunstwerken im öffentlichen Raum, die sich dort bleibend befinden und frei sichtbar sind, besteht – anders als bei sonstigen Kunstausstellungen – keine Vergütungspflicht. Jeder kann, ohne den Künstler zu fragen, Abbildungen von Kunstwerken im öffentlichen Raum anfertigen und diese schließlich gewerblich zum Beispiel für Postkarten oder Publikationen nutzen. Grund hierfür ist die Ausnahmeregelung des § 59 Abs. 1 UrhG.

Diese Regelung geht auf § 20 Kunsturhebergesetz (KUG) vom 9. Januar 1907 zurück. Hier bestand allerdings eine Beschränkung auf die malende und zeichnende Kunst sowie Fotografie. Diese Beschränkung besteht nicht mehr. Die damalige Gesetzesbegründung zu § 20 KUG führt an, dass „die Abbildung von Denkmälern, öffentlichen Gebäuden usw. […] patriotischen und ähnlichen Zwecken diene“ und deshalb keine Vergütungspflicht bestehen solle. Des Weiteren bestanden „vom sozialen Standpunkt aus Bedenken […], da sich an den freien Verkehr, namentlich mit Ansichtspostkarten und photographischen Abbildungen, die Interessen zahlreicher kleiner Gewerbetreibender knüpfen.“ Diese Umstände sind nach Auffassung der Enquete-Kommission heute nicht mehr gegeben.“

Die Enquetekommission ist zu diesem Ergebnis ohne jede Anhörung von Fotografen- und/oder Journalistenverbänden gekommen. Wie in anderen Punkten ihres Berichts auch, sieht sie das Thema Kultur einseitig aus Sicht einzelner Künstlergruppen. Die kulturell bedeutsame Rolle der Publizistik wird im Bericht der Enquetekommission ohnehin systematisch unterbelichtet; die Forderung nach Streichung des § 59 Urhebergesetz illustriert das in deutlichster Weise.

Gegenpositionen der Fotografen, ihrer Verbände und der Medienwirtschaft: Privatisierung der Öffentlichkeit

Denkmäler und öffentlich ausgestellte Kunstwerke (soweit diese im öffentlichen Straßenbereich ersichtlich sind) stellen öffentlichen Raum dar, also unmittelbar erfahrbare Öffentlichkeit. Von dieser wird von allen Bürgern zu Recht erwartet, dass sie nicht zum Arkanbereich erklärt wird, der nur Privilegierten gegen Erlaubnis oder Entgelt zur Berichterstattung oder sonstiger Darstellung und Nutzung offen steht, sondern Berufsfotografen wie auch jedem Bürger für Fotografien und andere Abbildungsformen zur Verfügung steht.

Zwar sieht die Empfehlung der Kommission derzeit noch vor, dass Bauwerke von einer Vergütungspflicht ausgenommen werden sollen, doch ist abzusehen, dass auch diese im Rahmen dieser Überlegungen zur Disposition gestellt werden. Im Ausland ist die Lizenzgebühr für die Verwendung von Gebäudefotos bereits heute Alltag. Wird der Weg zur Einschränkung des § 59 Urhebergesetz eingeschlagen, steht auch die Fotografie von Bauwerken zur Disposition.

Es ist freilich nicht akzeptabel, dass der legal verfügbare fotografische Berichterstattungs- und Darstellungsraum, der schon durch zahlreiche Gerichtsurteile in den letzten Jahren deutlich geschrumpft ist, auf ein Minimum reduziert wird.

Auch der § 50 Urhebergesetz, der Abbildungen in der Presse zu aktuellen Themen erlaubt, hilft nach einer Abschaffung des § 59 Urhebergesetz nur begrenzt, da die Darstellung von Architektur, Denkmälern und Kunstwerken weniger in der tagesaktuellen Presse stattfindet, sondern in Bildbänden, Kalendern, Internet-Fotogalerien oder Postkarten.

Der Bericht der Enquetekommission ist hier im Format PDF abrufbar.

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40 Kommentare (letzte zuerst) »

  1. Es wäre sehr aufschlussreich und nützlich bei der aktuellen Diskussion, wenn Ihr mal Eurere Einstellung zu Google Street View und den in dem Umfeld geplanten Einschränkungen der Panoramafreiheit darlegen würdet.

  2. Freiheit ist immer auch die Freihet der anders fotografierenden! Keine Zensur-Scheuklappen im öffentlichen Raum!

  3. Bin ich froh das es doch noch Gerechtigkeit gibt. Um solch ein Rechtsstreit zu finanzieren wird bestimmt die Parkgebühr eingeführt. Die freiwillige Parkgebühr gibt es ja schon. Ich bin der Meinung, dass die Verantwortlichen umgehend von Ihrer Position zurück treten sollten.

  4. panoramafreiheit sollte eine selbstverständlichkeit sein !
    was ich von öffentlichem grund aus sehen kann/darf, sollte auch abgelichtet werden dürfen.
    als hobbyfotograf unterstütze ich den appell “pro panormafreiheit”

    arthur brunner

  5. Man kommt sich vor wie ein Fremder im eigenen Land. Bald haben wir also auch noch staatlich verordnete Postkarten und Bildbände, wenn jede Fotokomposition und -perspektive genehmigt werden muss, denn da läuft es ja im Endeffekt drauf hinaus. Abgesehen davon, dass vor lauter Recherchen über Zuständigkeiten, Terminbemühungen und Preisverhandlungen vielleicht noch 10 Prozent Produktivität übrig bleiben. So fördert Deutschland seine Fotokünstler.
    Haben unsere “Volksvertreter” in Zeiten der Krise nichts anderes zu tun als Arbeitsplätze von Menschen zu vernichten, deren täglich Brot eh schon sehr mager ist.

    Da erübrigt sich doch jegliche Wertediskussion. - Aber wir dürfen nicht resignieren.

    Ich rufe hiermit alle Fotografen - egal ob Profi oder Hobbyknipser zur Aktivität auf.
    Schreiben Sie alle Ihrem Abgeordneten ein entsprechende Mail, damit der “Volksvertreter” merkt, wer das Volk ist und ermuntern Sie Freunde und Bekannte selbiges zu tun und dieses Thema in alle fotorelevanten Foren zu tragen.

    Friederico Politis

  6. Das kann doch nicht sein das wir immer mehr unserer Grundrechten beraubt werden.Ich achte ja grundsätzlich an das Urheberrecht,das hausrecht oder das Persönlichkeitsrecht.Aber das man uns
    auch noch das Knipsen in der Öffentlichkeit verbietet das ist doch unerhört.Unser Land wird eh nur
    noch von Lobbyisten beherrscht und alle sollen gefälligt Ja und Amen sagen.Fotografieren gehört eben zu persönlichen freien Entfaltung des Menschen und unser Polizeistaat will uns nun sagen was wir zu knipsen haben und was nicht.Heutzutage gilt nur noch das Geld und wir haben nicht einmal mehr genug um über die Runden zu kommen.Deswegen werde ich als ambitionierter Hobyfotograf aus Leidenschaft diese Initiative unterstützen und für den Erhalt der Panoramafreiheit und der Einschränkung von Lobbyinteressen einsetzen.

    Harry Traber
    Freudenberg

  7. Als Rechtsunkundiger war ich ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass öffentlich sichtbare Gebäude beliebig abgelichtet und kostenfrei veröffentlicht werden dürfen. Es ist ein Unding, dass es bereits zahlreiche Ausnahmen gibt und das Recht weiter eingeschränkt werden soll.

  8. Notfalls mit den Mitteln des kreativen Ungehorsams dagegen vorgehen:
    Durch z.B. illuminieren, dekorieren o.ä. aus dem vorhanden Werk ein aktuelles Meta-Kunstwerk erschaffen, welches dem eigenen Urheberrecht unterliegt. Ein Ablichten ist dann, auch zur gewerblichen Verwendung, natürlich zulässig. Wem dann welche Anteile und warum nicht zustehen, kann Anwälte sicher über Jahre, wenn nicht Jahrhunderte beschäftigen. Bis dahin ist die Sache wegen Fristablaufes erledigt.
    Gegen die Einschränkung der Panoramafreiheit, hier und sonstwo in diesem Universum.

  9. Ich freue mich über die engagierte Initiative und unterstütze diesen Einsatz für den gültigen Status der Panoramafreiheit, die für uns Fotografen eine so wichtige Grundlage unserer Arbeit ist.
    Die Vorstellung, keine Fotografien mehr ohne Sorgen veröffentlichen zu können, auf denen Schloss Neuschwanstein, das Brandenburger Tor oder der Kölner Dom zu sehen ist, macht frösteln!
    Tim Krieger, u. a. Reisefotografie Deutschland

  10. Guten Tag,

    sie sagen: ” Im Ausland ist die Lizenzgebühr für die Verwendung von Gebäudefotos bereits heute Alltag.”

    In welchen Ländern ist dies so und wie ist die Abgabe von Lizenzgebühren für gewerblich verwendete Architekturaufnahmen geregelt?
    Gewerblich würde ja sogar bedeuten daß Architekturfotografen für die Ausstellung auf der Internetseite bzw in online Archiven eines im “Ausland” aufgenommenen Bauwerkes Lizenzen zahlen müssten.
    Ist dies so?

  11. Kann ich mir Glühbirnen vor deren Verbot noch auf Vorrat kaufen und die geliebte Natur lieber anderweitig schützen, sieht das in Sachen Panoramafreiheit anders aus.
    Auf Vorrat fotografieren geht a) nur beschränkt und b) dürfte sich die ausgedachte Rechtsänderung auf die VERWERTUNG ALLER BEREITS BESTEHENDER FOTOGRAFIEN BEZIEHEN. Somit auch auf alle in Archive und bei Bildagenturen eingestellte Bilder, auf meine Homepage, meine Eigenwerbung etc.
    Als Fotograf werde ich schon heute in einem unerträglich werdenden Ausmaß von Marken-, Eigentums und vorgeblichen Persönlichkeitsrechten in meiner Arbeit beschränkt. Haftungsfragen werden auch von Bildagenturen und Bildnutzern allzu gerne auf den Fotografen abgewälzt.
    Eine geplante Beschränkung der Panoramafreiheit ist ganz und gar zu verurteilen.
    Der öffentliche Raum muss öffentlicher Raum bleiben und darf nicht weiter privatisiert werden. Freiheitsrechte müssen allgemeingültig bleiben und dürfen nicht verhandelbar und schon gar nicht kommerzialisierbar sein. Keinesfalls dürfen Sie in einer Art Salamitaktik nach und nach über unscheinbare Bestimmungen und Gesetze geopfert werden.
    Obwohl ich persönlich kaum journalistisch arbeite, sehe ich auch ich hier ein weiteres großes Stück Pressefreiheit gefährdet. Dies ist nicht weiter hinzunehmen.
    Der Blick für das Ganze darf nicht verloren gehen! Dies muss eine offene Gesellschaft sein, in der die (Bild-)Berichterstattung nicht unnötig und unverhältnismäßig eingeschränkt werden darf, sondern vielmehr als ein Grundrecht und ein Grundmerkmal demokratischer Gesellschaften eben nicht nur hingenommen wird, sondern im Rahmen des gesellschaftlichen Selbstverständnisses auch aktiv verteidigt wird.

  12. Hier ist unsere Klagemauer ! Ich fordere die Panoramafreiheit zu erhalten, denn die Gebäude und Kunstwerke im öffentlichen Raum sind mit öffentlichen Mitteln finanziert oder erworben worden. Dass dann die Verwalter (Stiftungen) zu Besitzern mutieren, kann nicht hingenommen werden, denn schließlich haben diese Stiftungen durch Steuerbefreiung und öffentliche Förderung einen Kultur- oder Bildungsauftrag - den sie wohl in ihrer Geschäftigkeit vergessen haben.
    Die Politik versagt, sie will überall ein “Profit-Center”, um sich zu entlasten und doch noch mit Lorbeeren zu schmücken, die andere für sie geerntet haben.
    Das andere Ende dieses Spektrums ist die Zupflasterung des öffentlichen Raums mit Werbung. Jetzt stehen natürlich die Interessen der Wirtschaft im Vordergrund.Da wird keine Rücksicht auf Privatsphäre oder Stadtbild genommen, der visuelle Müll wird über allem ausgeleert. Oder ist Werbung Kunst?

    Klaus Frahm

  13. […] in D gefährdet http://www.pro-panoramafreiheit.de/2…eit-in-gefahr/ […]

  14. Ihre Initiative ist vorbildlich und sollte dem Gesetzgeber zu denken geben.
    Es ist für den Normalbürger völlig unzumutbar das Copyright aller forografierten Gebäude oder Kunstobjekte zu klären, geschweige denn ggf. erforderliche Gebühren zu zahlen.
    Dass man Fotos des deutschen Bundestages (Reichstag Gebäude), der Völklinger Hütte oder des Eifelturms bei Nacht wegen deren künstlerischen Beleuchtungskonzeptes oder von Hundertwasser Gebäuden generell nicht ohne “Zustimmung des Rechteinhabers” veröffentlichen darf ist ein unerträglicher Zustand. Prinzipiell gilt dies aber für jedes Gebäude.
    Statt über eine Verschärfung des Copyrights und eine Einschränkung der Panoramafreiheit nachzudenken sollte bei jedem Architekten Wettbewerb und jeder Beauftragung eines Architekten von der öffentlichen Hand die kostenfreie Abtretung des Copyrights für Fotos aus dem öffentlichen Raum zwingender Vertragsbestandteil sein.
    Sir Norman Foster hat eine Unsumme für die Planung des Umbaus des Reichstages aus unseren Steuergeldern erhalten. Das Copyright für Fotos aus dem öffentlichen Raum sollte damit zu 100% abgegolten sein.
    Das Copyright am künstlerischen Entwurf eines Gebäudes sollte ausschließlich dazu dienen einen anderen Architekten der ein Gebäude kopiert oder wesentliche Gestaltungsmerkmale übernimmt rechtlich zu belangen. Das gleiche gilt sinngemäß für in der Öffentlichkeit ausgestellte Kunstwerke.

  15. Hallo DJV

    Ich unterstütze diese Initiative nur zu gern.
    Man findet hier mal wieder ein Paradebeispiel für die sukzessive Einschränkung von Freiheitsrechten, des Kommerzes wegen.

    Ich wäre sehr dafür wenn Sie Ihrerseits sich an die einschlägigen Fotoforen wenden(View, fotocommunity, flickr, altfotos, …) . Die könnten mit Sicherheit noch mehr Menschen für diese Initiative gewinnen. Schließlich wird es die dann, sollte es ernst werden, auch betreffen.
    Wenn das nicht direkt möglich sein sollte könnte ich mir auch eine indirekte Nutzung dieser Plattformen vorstellen. Indem man immer wieder Beiträge veröffentlicht. Bilder zum Thema, ….

    Bin der Meinung, dass man dem Protest ein Gesicht geben sollte und fordere alle auf sich aktiv daran zu beteiligen, in welcher Form auch immer. Ich werde das jedenfalls tun.

    Robert Scholz

  16. Interessanter Vorgang. Wenn nun Gebäude und im öffentlichen Raum installierte Kunstwerke nun auch hinsichtlich von Repro-Fotografien entgeltpflichtig werden, wie sieht es dann mit der Gemeinfreiheit aus? Immerhin dürften die meisten interessanten Gebäude und Kunstwerke nunmal so alt sein, daß die Schutzdauer nach Urheberrecht abgelaufen ist - oder soll da das Urheberrecht um eine Ewigkeitsklausel ergänzt werden?
    Und wenn nun im öffentlichen Raum für Objekte eine Ewigkeitsklausel im Urheberrecht besteht, wie ist dies mit der Befristung von anderen Werken zu vereinbaren? Müssten dann nicht sämtliche Werke einer Ewigkeitsklausel bis in die Frühzeit zurück erhalten? Bezeihungsweise die Gemeinfreiheit insgesamt aufgehoben werden? Z.B. für Veröffentlichungen von Platons Werk “Der Staat” Tantieme an Griechenland gezahlt werden? Oder Ablichtungen der frühgeschichtliche Mondscheibe (Mondkalender) Abgaben an das Vereinigte Königreich erforderlich machen?
    Selbstverständlich wäre schon allein der Vorschlag der Enquete-Kommission dazu geeignet, daß beispielsweise Stonehenge, der Eiffelturm oder die Akropolis ebenfalls nicht mehr gemeinfrei wären.

  17. Als Amateurfotograf lehne auch ich eine Einschränkung der Panoramafreiheit ab, und
    unterstütze die Initiative “Pro Panoramafreiheit”.

    Oliver Fischer

  18. Vielen Dank für diese äußerst interessanten Informationen!
    In der allgemeinen Presse geht leider viel zu oft unter, was den normalen Bürger betrifft!

    Es kann doch wirklich nicht der Ernst dieser Kommission sein, den öffentlichen Raum zu privatisieren und den Bürger, der mit seinen Steuern und Abgaben die finanziellen Mittel für die Gestaltung unseres Öffentlichen Raumes stellt, davon auszuschließen?!

    Wie soll das überhaupt umgesetzt werden? Darf ich dann in meinem Urlaub oder meiner Freizeit nicht mehr auf die Straße gehen und das im Bild festhalten, was mir gefällt? Nur noch Fotos zu Hause in meinen eigenen vier Wänden machen? Und dabei noch aufpassen, selbst kein Kunstwerk in der Wohnung zu haben, das “gebührenpflichtig” ist? Oder im Urlaub darf ich dann die Sehenswürdigkeiten der Region oder der Stadt nicht mehr im Bild festhalten? Man hat ja als Fotograf jetzt schon genug Probleme. Überall stellen sich diese “Hüter” in den Weg und fragen nach Erlaubnisbescheinigungen und wenn man mal eine fremde Person mit auf dem Bild hat, hat man schon ein Persönlichkeitsrecht verletzt! Als Fotograf steht man schon fast mit einem Bein im Gefängnis! Es fehlt nur noch, das sich ein Künstler Obst oder Gemüse schützen läßt und schon darf man nicht mal mehr seine Freunde beim Essen fotografieren!

    “Das ist grober Unfug!”, wie es Georg Schramm sagen würde!!

    Das ist eine einschneidende Entwicklung in die künstlerische Freiheit jedes Einzelnen und ein Öffentlicher Raum ist und bleibt öffentlich!

    Sonst wird man später Lichtbildner und andere private wie berufliche Künstler mit einem Anwalt im Schlepptau sehen, die vor jedem Motiv erst die schriftliche Genehmigung erteilen muß!

    Das ist ein Signal für die Beschneidung der Freiheit und kann in einer Demokratie nicht hingenommen werden! Wenn das durchkommen sollte, das ist jeder Bürger, der eine Kamera auslösen kann, verpflichtet, Fotos von “verbotenen” Motiven zu machen und sich im Anschluss selbst anzuzeigen! Vieleicht kann man damit die Gerichte so belasten, das sonst nichts mehr geht und diese ach-so-kluge und weitsichtige Kommission zurückrudert!

    Für mich wäre es interessant zu wissen, welche Leute genau in dieser Kommission sitzen und sich erdreisten, unsere aller schöpferische Freiheit derart einzuschneiden!

    Ich unterstütze ausdrücklich die Aktion “Pro Panoramafreiheit” und bin bereit mich bei öffentlichen Aktionen einzubringen! Um Informationen diesbezüglich wäre ich sehr dankbar!

    Mit fotografischen Grüßen,
    Jens Gawandtka

  19. Verehrte Kollegen,
    ich behaupte, dass die Einschränkung der sogenannten Panoramafreiheit nur ein Sympton einer pathologischen Entwicklung unserer Gesellschaft in letzter Zeit ist. Der zunehmende Mangel an Wissen (oder besser, die sträflich vernachlässigte Unterichtung derer, die Geschichte bestenfalls als Schulfach verstanden haben) um die Mühen, die die Erringung von Freiheitsgraden gekostet hat, lässt aber auch dieses Teilsymptom im vorausgesehenen Endergebnis als geradezu aussichtslos dastehen.
    Wer unserer geschätzten Kollegen - von modernen Medien, zurück über Photo und Radio/TV bis zu Print - unterzieht sich dem Aufwand, vor den Unterhöhlungen der Freiheitserrungenschaften zu warnen, zu mindest aber objektiv zu thematisieren? Wer von uns geht schon jetzt noch den tagtäglichen Überschreitungen nach, die den zunehmend un-mündigeren Bürger in die Lage versetzen würde, den oft genug unbewussten oder grenzwertig-willkürlichen Kontrollaktivismus zu hinterfragen. Der Anteil geht wohl grenzwertig gegen Null. - Ich wünschte, es wäre anders. Doch auch innerhalb unser Redaktionen ist mit dem Ausdünnen des Mittelbaus (beginnend in den 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts) dieser Biss verschwunden, der in der Recherche zum Glück immer noch spürbar ist und bei Journalisten qua definitionem wohl auch erhalten bleiben wird. Geht es aber an die Verteidigung gegen unsereins selbst, oft allerdings gegen die zu sehr mit dem Finanzmanagement verzahnten Redaktionsleitungen, ist von Verteidigung der Freiheitsgrade eine neue Form des Rückgrades nötig, die im täglichen Geschäft als abgehoben und daher verschroben und theoretisch angesehen werden.
    Um an dieser Stelle eigentlich notwendige Beispiele einzuschieben, bedarf es keiner langen Suche. Die Anwendung auf den Ausgangspunkt der Thematik, der Panoramafreiheit, reicht aus, um klar zu machen, worauf ich hinaus will: Die qualifizierte Gegendarstellung zu Ansichten, die unsere Freiheitsgrade ohne wirklich Not aufgeben, ist die qualifizierte Ausbildung. Hier fehlt es, der Prof.-Dr.-Dipl.-Master-Bachelor-Journalist erhält sie jedenfalls nicht per se. Photographie-Beschränkung in der Verwertung leitet bereits jetzt spürbar zu angenommenem Photographie-Verbot, die Selbstbeschränkung ob vermeindlicher Rechtsunsicherheit gehört spätestens seit der unseeligen Reichstag-Cristo-Entscheidung zum Alltag.
    Bei dieser zugegeben pessimistischen Betrachtung, ich hoffe zweck-pessimistischen Betrachtung, ist die denknotwendige Folge der Aufruf an alle Journalisten, an die journalistischen Verbände auf allen Ebenen.
    Ich jedenfalls sehe hier mehr in Gefahr, als das gelegentlich strittige Photo, dessen kommerzielle Verwertung auch dem Eigentümer der Abbildung gerne Geld bescheren soll; aber nicht organisiert durch Politiker oder gar staatliche Eigentums-Vertreter, sondern durch sich-Stellen derer, die es für diese Gesellschaft übernommen haben, zu berichten - durch Text, Bild, Ton oder Analyse.

    Mit der Bitte um Aussprache,

    kollegial
    Ihr
    Wiglef M. W. Pürschel
    puerschel@wip-info.de

  20. Die Absichten der Enquetekommission halte ich für unsozial. Hier wird mal wieder ein Markt der schon existiert zu Gunsten anderer habgieriger Egoisten per Gesetz kaputt gemacht, nur damit dann andere die jetzt außen vor sind damit Geld verdienen können.

    Das nennt man auch Verdrängungswettbewerb. Das verächtliche hier rann ist allerdings, dass wir mal wieder ein Stück Freiheit einbüßen müssen, damit die Günstlinge des neuen Gesetzes ihren Profit abgreifen können.

    “Vorsorglich weise ich die Abmahnanwälte darauf hin, dass dieser von mir eingebrachte Block meine eigene subjektive Meinungsäußerung darstellt!”

    Christian Bock
    Gepr. Betriebswirt bSb + Fotodesigner

  21. Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    schön, dass der djv aufgewacht ist und etwas unternimmt, bevor die Empfehlungen Gesetz sind.

    Aber: wo bitte findet die Diskussion in den Massenmedien statt, also dort, wie die breite Öffentlichkeit sie zur Kenntnis nehmen könnte? An fehlenden Kontakten kann es in Anbetracht der Mitgliederliste des djv ja wohl kaum liegen.

    Auch sehr vielsagend: ein großes Foto zu Beginn der Seite. Nennung des Urhebers? Natürlich wieder Fehlanzeige! Und dann wundert man sich, dass es solche Gesetzesempfehlungen gibt, wenn die Standesvereinigung schon so agiert?!

    Der Initiative trotzdem die besten Erfolgswünsche.

  22. Leider treibt der Regulierungswahn immer schlimmere Blüten, entweder wird auf Rechteprobleme verwiesen, oder es ist im Sinne des Anti-Terror-Kampfes verboten auch nur simple Fußgängerzonen zu fotografieren. Beide Mittel engen die freie Fotografie zunehmend ein. Dazu kommt die private Paranoia, wenn womöglich Kinder auf einem Bild sein könnten. Man ist als Fotograf also ein potentiell pädophiler Terrorist ohne Sinn von Copyright. Danke auch.

  23. Liebe Kolleginnen,
    liebe Kollegen,

    die “Panoramafreiheit” und ihre Umsetzung in Print- bzw. digitale Produkte dokumentiert auch nachfolgenden Generationen unsere heutige Zeit. Die journalistische Arbeit darf nicht weiter eingeschränkt werden. Fraglich bleibt auch, wie die benötigte Vielzahl von Genehmigungen der Eigner erzielt werden könnte. Aufgabe von Kommissionen im Land und in der EU sollte es sein, das Leben und Arbeiten zu vereinfachen und innerhalb der EU gleiches Recht zu schaffen.
    Ich wünsche der Aktion Pro Panoramafreiheit einen vollen Erfolg!

    Michael Malicke
    Vorsitzender Bergischer Journalistenverein im DJV-NRW

  24. Knebelverträge bei Konzertphotographien, “Bitte-nicht-phootographieren”-Hinweise in Museen, wenn, dann nur mit vorheriger Absprache mit der Museumsleitung, jetzt der geplante Coup gegen die Panoramafreiheit: Wie war das mit freiheitlich-westlicher Demokratie, wie war das mit dem von Artikel 5 GG geschützten Recht auf Meinungsfreiheit? Ich erinnere mich an einen Satz eines Sozial- und Wirtschaftskundelehrers in den Endsiebzigern. Der sprach von Verfassung und Verfassungswirklichkeit und meinte das damals schon nicht als Kritik sondern Tatsache, mit der man sich abzufinden habe.
    Ähnlich scheint es mit der geplanten Abschaffung bzw Einschränkung der Panoramafreiheit zu sein: Zwar gibt es eindeutige Rechtsgrundlagen, die die Arbeit der Presse schützen sollten. Diese werden zugunsten der Rechtsansprüche einiger weniger aber immer mehr ausgehöhlt. Ich bin unbedingt für die Unterstützung der Aktion Pro Panoramafreiheit

    Christoph von Gallera

    CVG2000 Medienbüro Königsberg

  25. Eine Einschränkung der Panoramafreiheit ist unsinnig, ich unterstütze die Initiative.
    Dr. Markus Bernards
    München

  26. Gibt es schon Formulare, Email-Adressen, Telefonnummern und Anlaufstellen zur Beantragung von Fotogenehmigungen öffentlicher Gebäude? Wenn ja, bitte sofort veröffentlichen. Ansonsten muss ich das Rathaus, ein ehemaliges Schloss, in meiner Heimatstadt Jessen für eine private Chronik illegal ablichten. Das wäre fatal und für mich bestimmt gefährlich und kostenaufwändig.
    Und vielleicht kann mir jemand sagen, wo wir zur Zeit leben. Etwa in einem so genannten freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat? Glaub ich bald nicht mehr. Aber ich habe jahrelang einen Spitzel- und Repressalienstaat unbeschadet überlebt. Da kann ich nur müde lächeln. Denn die Stasi war ein Haufen von Stümpern gegenüber dem, was heute passiert. Nicht nur im Hinblick Fotografierverbot.

  27. Ich dachte zunächst, es handele sich um einen Aprilscherz. Da ich seit einiger Zeit mit großer Sorge die Privatisierung fast aller Bereiche des öffentlichen Lebens verfolge, hätte ich es besser wissen sollen. Der folgerichtige Schritt ist, dass die Bild- und Vermarktungsrechte verkauft werden. Dann werden sich selbst bei Touristen aus Schwaben, die ihr Urlaubsfoto vor Schloss Sansouci oder einer Skupltur auf dem Berliner Ku-Damm auf ihre private Homepage stellen, die Anwälte melden. Vermutlich die Anwälte genau jener Unternehmen, die die Enquete-Kommission derzeit beraten.

    Eigentlich ist doch schon die Tatsache ungeheuerlich, dass Schlösser, Museen, Theater und Kirchen, die nicht nur meist von unser aller Vorfahren errichtet wurden, sondern auch zum großen Teil aus Steuermitteln unterhalten werden, also Mitteln der Allgemeinheit, für diese Allgemeinheit aufgrund der hohen Eintrittspreise kaum noch zugänglich sind. Wir erleben es doch allerorten, dass um einst öffentliche Räume Zäune gezogen werden und alles nur irgendmögliche kommerzialisiert wird.

    Die Urheberrechte von Künstlern scheinen hier ein Deckmäntelchen. Künstler, die den öffentlichen Raum nutzen, dürfen kein Exklusivrecht an ihm haben - man stelle sich vor: Sie (oder ihre Vermarkter) bekämen damit zugleich das Recht die Darstellung zu zensieren!
    Wie passt das noch mit Bürgergesellschaft, mit Meinungs- und Pressefreiheit und Freiheit der Kunst zusammen? Ich bin entschieden dafür: Der öffentliche Raum muss öffentlich bleiben, es darf keine Exklusivrechte für das geben, was uns allen gehört. Kunst und Medien müssen sich frei bewegen und frei berichten können. Schlimm genug, dass man als Fernsehjournalist für jeden als öffentlich empfundenen Ort wie einen Supermarkt, Bahnhof, Flughafen etc. erst Drehgenehmigungen einholen muss.

    Urheberrechte im öffentlichen Raum, das ist wie die Gen-Patentierung wildwachsender Pflanzen. In den USA ist es theoretisch möglich, das Gänseblümchen exklusiv zu beanspruchen und jeden Schrebergärtner wegen Patentrechtsverletzung zu verklagen - gegen solche Vorhaben des totalen Ausverkaufs ist Widerstand notwendig. Schloss Sansouci muss Allgemeingut bleiben, so wie das Gänseblümchen. Ich danke Ihnen für diese Initiative.

  28. Man liest es und mag’s nicht glauben. Das Fotografierverbot erinnert an die unselige Zeit des Dritten Reiches, in der die Presse nur veröffentlichten durfte, was dem Regime passte. Ich denke, in eine derartige Richtung, in der demokratische Errungenschaften auf der Strecke bleiben, darf sich unser Land niemals mehr bewegen. Deshalb heftigen Protest gegen diesen ersten Schritt zurück in die Vergangenheit. Solche Verbote müssen missachtet werden. Denn: Wir sind das Volk!
    Heinrich Schreiber
    Rüsselsheim

  29. Als 1926 geborener habe ich die Schulzeit und meine Jugend in der Zeit des 1000jährigen Reiches mit der Einschränkung der Pressefreiheit und dem Fotografierverbot vieler Objekte erlebt.
    Ich frage mich, sind wir schon wieder so weit oder ist neurdings China unser Vorbild???

    Fritz Kehl
    Darmstadt

  30. Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit Entsetzen lese ich diese Meldung und begrüße von ganzem Herzen Ihre Initiative. Ich bin zwar nur Hobby fotograf, aber letztlich doch auch von solchen Gesetzen betroffen. Wenn man noch nicht mal mehr auf öffentlichen Plätzen fotografieren darf, ohne sich sicher zu sein, irgendwelche Rechte zu verletzen bleibt einem ja nur mehr die Landschaftsfotografie und das kann es ja wohl nicht sein.

    Mit freundlichen Grüßen
    Heiko Kühne

  31. Wer sucht hier eigentlich eine neue Einnahmequelle? Die Künstler, die den § 59 kennen sollten und somit bislang einverstanden waren, dass ihr Werk auch zu gewerblichen Zwecken abgelichtet werden darf wenn es sich an entsprechenden Stellen befindet, oder Anwälte, die in Abmahnvereinen ihr Geld verdienen? Vielleicht sollten die Künstler an den Verkauf ihrer Werke eine vertragliche Vereinbarung knüpfen, die das Aufstellen im öffentlichen Raum regelt und die Enquetekommission sich keine Gedanken zum Zuverdienst der Anwälte machen.

  32. Ich halte das Anliegen für berechtigt.

    Gemeint sind ausschließlich Kunstwerke, “auf die sich die Darstellungabsicht richtet”, also keine Gebäude, Plätze oder Straßen, selbst wenn sich dort unter anderem ein Kunstwerk befindet. Wer eine Plastik oder Skulptur “solo” abbildet und damit Geld verdient, soll den Urheber künftig immer beteiligen müssen.

    Künstler sind keine Wohltäter, sondern Menschen, wie du und ich. Ein sachlicher Grund, nur einen Teil ihre Werke vor gewerblicher Verwendung zu schützen, besteht sicherlich nicht.

    Käme es zu einer Regelung im Sinne der Enquete-Kommission, bestünde weiterhin eine Unterscheidung, denn die nicht im öffentlichen Raum stehenden Werk sind vor jeder (auch nichtkommerziellen) Veröffentlichung geschützt.

    Detlef Braun

    P.S.
    Ich bin kein Künstler und spreche nicht pro domo.

  33. In letzter Konsequenz wäre das ein Fotografierverbot für Landschaften, Baudenkmäler, Schlösser und Gärten und alle Architektur, - wenn ich es richtig verstanden habe. Das ist doch absoluter Irrsinn.
    Hört sich so ähnlich an, als wollte man die Luft, die wir atmen, auch noch gebührenpflichtig macht.
    Totalitäres Profit-Denken.

    Dr. Klaus Baum
    Kassel

  34. Bei aller Anerkennung für Urheberrechte.
    Der öffentliche Raum muss ein solcher bleiben.
    Für den Ehrhalt der Panoramfreiheit.

    Dirk Flackus
    Rastatt

  35. gerade als Panoramafotograf muß mir die Panoramafreiheit natürlich besonders am Herzen liegen.

    Uns Fotografen werden ohnehin schon genug Knüppel zwischen die Beine geworfen. Spätestens seit Lady Di wird eine Kamera auf der Straße etwa so wohlwollend wahrgenommen wie ein Maschinengewehr, und das letzte, was jetzt noch fehlt, ist eine Gesetzesänderung, die den ganzen selbsternannten Hilfssheriffs (”Sie können hier nicht fotografieren!”) auch noch Recht gibt.

    Ist diesen Bürokraten eigentlich klar, daß die Fotografien eines Cartier-Bresson, Doisneau, Atget und vieler anderer heute kaum noch möglich wären?

    Fotografie ist bittesehr auch Kultur.

    Ralf R.
    Radermacher

  36. Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    was frei ist muss frei bleiben. Ich schließe mich der Initiative “Pro-Panaoramafreiheit” an. Die genannten Werke sind doch gerade deshalb öffentlich, damit eine Verbreitung stattfindet! Die Suche nach Urheber, die Genehmigung und die anstehende vertragliche Einigung über die Nutzung sprengen doch jede Vorstellung einer journalistischen Arbeit.
    Sollten wir nach Lauschangriff und Durchsuchung von Redaktionsräumen einen weiteren Versuch erleben, wie freie Presse beschnitten wird?
    Das macht mir wirklich Sorgen.

  37. Lieber DJV,

    selbstverständlich unterstütze ich die Initiative “Pro-Panoramafreiheit”. Die Art, wie diese Gesetzeänderung eingebracht wurde, zeigt, wie wenig sich die Bundestagsabgeordneten mit den Folgen ihres Handelns auseinander zu setzen bereit sind. Wenn es den Steuerzahler nichts kostet, - nur den Bürger-, dann ist man schnell um Lobbyinteressen zu befriedigen.
    Es ist unerträglich, wie scheibchenweise Freiräume reguliert und gebühren- oder Abgabepflichtig gemacht werden.

  38. […] Ungemach für Fotografen zur Freude der Urheber - vielleicht. Wie Pro Panoramafreiheit (via onlinejournalismus.de) berichtet, empfehle die Enquetekommission „Kultur in Deutschland“ […]

  39. Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
    die Vorschläge der Enquetekommission zum Thema “Panoramafreiheit” passen leider haargenau zur seit Jahren zu beobachtenden restriktiven Pressepolitik in diesem Land. Es wäre ein weiterer, in seiner Tragweite nicht zu unterschätzender Schritt zur Beschneidung der Pressefreiheit und gleichzeitigen Kommerzialisierung aller Art von Öffentlichkeit. Bezeichnend die Art und Weise, wie hier versucht wird, klammheimlich vollendete Tatsachen zu schaffen. Die Initiative “Pro Panoramafreiheit” unterstütze ich unbedingt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Bernd Deck

    Cinetext Bild & Textarchiv GmbH
    Alt Hausen 34
    60488 Frankfurt am Main

  40. Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    da werde ich Ihre Initiative “Pro Panoramafreiheit” auf alle Fälle unterstützen und die mir hier zugegangenen Informationen auch an meinen Verteilerkreis weiterleiten.

    Darüberhinaus werde ich einen Link zum Thema auf meine Website unter der Rubrik “Infos + Tipps” setzen. Ich würde mich freuen wenn Sie mich über den Fortgang der Dinge auf dem Laufenden halten könnten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Erich Mehrl

    ARCHIV MEHRL
    Am Hochwehr 30
    60431 Frankfurt am Main
    Mail: archivmehrl@aol.com
    Telefon: 069-517522 und 0170-1839556
    www.archivmehrl.de

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